Der verbreitete Irrtum: In unserem Sommer ist die Erde näher an der Sonne, deshalb wird es wärmer.
Die Erde bewegt sich auf einer leicht elliptischen Bahn um die Sonne. Anfang Januar erreicht sie gewöhnlich ihren sonnennächsten Punkt, das Perihel. Anfang Juli folgt der sonnenfernste Punkt, das Aphel. Trotzdem ist bei uns im Januar Winter und im Juli Sommer. Dieser scheinbare Widerspruch löst sich auf, wenn man die Neigung der Erdachse berücksichtigt.
Während des Nordsommers trifft das Sonnenlicht steiler auf die nördliche Erdhalbkugel und die Tage sind länger. Dadurch gelangt dort mehr Sonnenenergie pro Fläche an. Auf der Südhalbkugel ist der jahreszeitliche Ablauf umgekehrt. Die Entfernung zur Sonne verändert sich zwar über das Jahr, erklärt aber nicht den Wechsel der Jahreszeiten. Ein Erde-Sonne-Schema muss deshalb die Achsenneigung und die beiden Hemisphären berücksichtigen.
Die Entfernung beeinflusst die eingestrahlte Energie geringfügig; sie ist nicht die Hauptursache des jahreszeitlichen Wechsels. Datumsangaben variieren etwas.
Datenstand: Redaktioneller Abgleich: 21.10.2026; Studienjahre und Datenbezüge im Text.
