Der verbreitete Irrtum: Ein Ventilator senkt die Temperatur im Zimmer.
Der Luftstrom eines Ventilators transportiert Wärme von unserer Haut ab und fördert die Verdunstung von Schweiß. Deshalb empfinden wir die bewegte Luft als angenehm kühl. Ein Thermometer im selben Raum zeigt jedoch normalerweise keinen entsprechenden Temperaturabfall. Der Elektromotor gibt sogar etwas Wärme an den Raum ab. Ohne anwesende Personen verschafft der laufende Ventilator daher keinen Kühleffekt, sondern verbraucht Strom.
Ein Deckenventilator kann allerdings helfen, eine Klimaanlage sparsamer zu nutzen: Weil wir uns trotz etwas höherer Raumtemperatur wohlfühlen, kann die Solltemperatur erhöht werden. Voraussetzung ist, dass jemand den Luftstrom tatsächlich nutzt. Das US-Energieministerium empfiehlt, Ventilatoren beim Verlassen des Zimmers auszuschalten.
Bei Lüftung mit kühler Außenluft kann ein Ventilator Luftaustausch bewirken; diese Wirkung ist von der reinen Umwälzung innerhalb eines geschlossenen Raumes zu unterscheiden.
Datenstand: Redaktioneller Abgleich: 21.10.2026; Studienjahre und Datenbezüge im Text.
