Der verbreitete Irrtum: Wer mit den Fingern knackt, bekommt später zwangsläufig Arthrose.
Wenn jemand seine Finger knacken lässt, klingt das mitunter unangenehm. Die Gelenke werden auseinandergezogen, wodurch sich Druckverhältnisse in der Gelenkflüssigkeit verändern und Gasräume entstehen können. Der knackende Ton ist nach neueren Untersuchungen mit diesen Vorgängen verknüpft. Er bedeutet nicht, dass jedes Mal Knochen oder Knorpel beschädigt werden.
Studien fanden keinen überzeugenden Beleg dafür, dass gewöhnliches, vorsichtiges Fingerknacken Arthrose auslöst. Die Cleveland Clinic weist zugleich darauf hin, dass gewaltsames Ziehen oder Verdrehen zu Verletzungen führen kann. Schmerzen, Schwellungen und Einschränkungen sind keine harmlosen Begleiterscheinungen, die man einfach wegknacken sollte. Für die meisten Menschen bleibt das Knackgeräusch vor allem eine Gewohnheit – für Umstehende oft eine lästige.
Kräftiges, verdrehtes oder schmerzhaftes Knacken kann verletzen. Die Studienlage erlaubt keine absolute Aussage über jede denkbare Langzeitfolge.
Datenstand: Redaktioneller Abgleich: 21.10.2026; Studienjahre und Datenbezüge im Text.
