Der verbreitete Irrtum: Fledermäuse orientieren sich nur mit Echoortung, weil sie nichts sehen.
Viele Fledermäuse nutzen Echoortung, um ihre Umgebung wahrzunehmen und nachts Beute zu finden. Dabei senden sie Rufe aus und werten die zurückkehrenden Echos aus. Diese Fähigkeit macht ihre Augen aber nicht überflüssig. Das Smithsonian erklärt, dass Fledermäuse sehen können und manche Arten sogar sehr gute Augen haben. Wie stark sie sich auf Sehen, Geruch oder Echoortung verlassen, unterscheidet sich zwischen den Arten.
Die Redewendung von der blinden Fledermaus stammt daher eher aus menschlichen Vorstellungen über nachtaktive Tiere als aus ihrer Biologie. Eine nächtliche Landschaft liefert über Licht und Schall unterschiedliche Informationen. Echoortung ist deshalb kein Beleg für fehlendes Sehvermögen, sondern ein zusätzlicher Weg, die Umgebung zu erfassen.

Die Sehfähigkeit unterscheidet sich zwischen den Arten. Auch Echoortung wird nicht von allen Fledermäusen in derselben Weise verwendet; sehr gutes Sehen gilt nicht pauschal für jede Art.
Datenstand: Redaktioneller Abgleich: 21.10.2026; Studienjahre und Datenbezüge im Text.
Quellen zu diesem Beitrag
Abgeglichen am 21.10.2026. Quellen öffnen die Originalwebsite in einem neuen Tab.Bildnachweis
Eine Fledermaus im Flug mit ausgebreiteten Flügeln. Laverta.Dianthus · CC BY-SA 4.0 · Webfassung unter derselben Lizenz, proportional verkleinert.
