Wer Erde in der Hand hält, bemerkt selten, wie langsam sie entsteht. Gestein verwittert, organische Rückstände werden umgesetzt, Bodenlebewesen verändern das Material und mit der Zeit bilden sich Horizonte. Die Bildung von wenigen Zentimetern fruchtbaren Bodens kann unter bestimmten Bedingungen bis zu 1.000 Jahre dauern. Das ist keine allgemeine Bodenbildungsrate: Klima, Gestein, Vegetation und Gelände beeinflussen die Dauer stark. Durch Abspülung, Wind oder falsche Bewirtschaftung lässt sich Oberboden erheblich schneller verlieren. Boden ist deshalb auf menschlichen Zeitskalen nur begrenzt erneuerbar.
„Bis zu“ bedeutet nicht, dass weltweit jeder Zentimeter Boden 333–500 Jahre braucht. Die Szenariografik ist keine allgemeine lineare Wachstumsregel. Die gelieferte FAO-Adresse war im Reader nicht zugänglich; ergänzende Forschungseinrichtungsquelle nennt ca. 2,5 cm in 100–1.000 Jahren.
Datenstand: Redaktionspaket: 20.10.2026
