Zwischen Grönland und Island sinkt kaltes, dichtes Tiefenwasser über eine große Stufe des Meeresbodens ab. Die NOAA bezeichnet diesen Strom in der Dänemarkstraße als den größten Wasserfall der Erde. Er besitzt eine Fallhöhe von mehr als drei Kilometern und bewegt enorme Wassermengen. Ein Unterwasserfall sieht anders aus als Wasser, das über eine Felskante in die Luft stürzt. Das dichtere Wasser strömt innerhalb des umgebenden Wassers nach unten; die Grenze zu wärmeren Wassermassen ist von der Oberfläche aus unsichtbar. Dichteunterschiede und Meeresströmungen nutzen dabei Landschaftsformen unter Wasser.
Kein freier Fall durch Luft; Höhenangaben beziehen sich auf bathymetrische und ozeanografische Einordnungen. Querschnitt ist ein Schema, keine vermessene Bathymetrie.
Datenstand: Redaktionspaket: 20.10.2026
