Im April 1815 schleuderte der Tambora gewaltige Mengen Material in die Atmosphäre. Schwefelhaltige Bestandteile führten in höheren Luftschichten zur Bildung reflektierender Aerosole, die einen Teil der Sonneneinstrahlung abschirmten. 1816 war in Teilen Europas und Nordamerikas deshalb ungewöhnlich kühl und niederschlagsreich. In mehreren Regionen kam es zu Ernteausfällen und Versorgungsproblemen.
Der Name „Jahr ohne Sommer“ ist eine historische Zuspitzung: Es gab natürlich auch 1816 Sommermonate, und das Klima war nicht überall gleich verändert. Gerade die räumliche Entfernung zwischen dem Vulkan in Indonesien und den Folgen in anderen Erdteilen macht den Vorgang so bemerkenswert.
Der globale Kühleffekt ist belegt, regionale Wetterereignisse haben mehrere Einflussfaktoren. Das Aerosolschema ist kein Echtzeitklimamodell und berechnet keine regionalen Temperaturwerte.
Datenstand: Redaktioneller Quellenabgleich: 20.10.2026
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