Manche Spinnen starten zu einer Reise, indem sie feine Seidenfäden in die Luft abgeben. Bekannt ist dieser „Ballonflug“ als eine Form der Windverbreitung. Experimente der University of Bristol zeigten jedoch, dass Spinnen auch auf elektrische Felder reagieren. Unter passenden Versuchsbedingungen konnten solche Felder ein Abheben auslösen oder unterstützen, selbst wenn kaum Luftbewegung vorhanden war. Zwischen Erdoberfläche und Atmosphäre besteht natürlicherweise ein elektrisches Feld. Das macht die Reise der Spinnen nicht zu einem kontrollierten Flug wie bei Vögeln: Für weite Strecken sind Luftströmungen weiterhin wichtig. Doch die Elektrizität der Atmosphäre ist ein zusätzlicher, lange unterschätzter Faktor.

Die Bedeutung elektrischer Felder ist experimentell belegt; genaue Anteile bei natürlichen Langstreckenflügen variieren.
Datenstand: Redaktionspaket: 20.10.2026
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Quellen zu diesem Beitrag
Abgeglichen am 20.10.2026. Quellen öffnen die Originalwebsite in einem neuen Tab.Bildnachweis
Männliche Zwergspinne Erigone atra. Michael Hohner (Mhohner) · CC BY 3.0 · Webfassung unter derselben Lizenz, ggf. Ausschnitt.
