Ist eine längere unangenehme Erfahrung zwangsläufig schlimmer in Erinnerung als eine kürzere? Donald Redelmeier und Daniel Kahneman ließen Patientinnen und Patienten die Schmerzintensität während medizinischer Eingriffe wiederholt angeben und verglichen diese Werte mit der späteren Gesamtbeurteilung. Die Erinnerung ließ sich nicht allein durch die Dauer erklären. Auffällige Abschnitte und insbesondere das Ende spielten eine wichtige Rolle. In der Forschung wird dies häufig unter dem Begriff Peak-End-Regel diskutiert. Aus dem Befund folgt allerdings kein allgemeines Rezept für sämtliche Urlaubserinnerungen, Beziehungen oder Lebensentscheidungen. Verschiedene Arten von Erlebnissen können unterschiedlich bewertet werden. Trotzdem zeigt die Studie, wie stark sich das unmittelbare Erleben und das spätere Urteil darüber unterscheiden können.
Die Studie untersuchte medizinische Eingriffe. Daraus folgt keine universelle Formel, nach der der schlimmste und der letzte Abschnitt immer entscheiden. Der Artikel gibt keine medizinischen Ratschläge. Alle interaktiven Aufgaben sind anschauliche Demonstrationen, keine psychologischen Diagnosetests. Ein eigenes Ergebnis belegt oder widerlegt den Forschungsbefund nicht.
Datenstand: Redaktioneller Quellenabgleich: 21.10.2026; Bezugsjahre der Forschung im Text.
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