Einen Tag nach den Anschlägen vom 11. September 2001 notierten 54 Studierende, wie sie erstmals davon erfahren hatten. Außerdem beschrieben sie ein gewöhnliches Ereignis aus derselben Zeit. Bei späteren Befragungen stimmten beide Erinnerungstypen zunehmend weniger mit den ursprünglichen Berichten überein. Bemerkenswert war der Unterschied bei der Selbsteinschätzung: Bei den Erinnerungen an den 11. September blieben Lebendigkeit und das Vertrauen in die Richtigkeit deutlich beständiger. Solche „Blitzlichterinnerungen“ wirken besonders präzise, sind aber keine unveränderlichen Aufzeichnungen. Die Untersuchung zeigt, warum selbst sehr selbstsichere Zeugenaussagen nicht automatisch jede Einzelheit zuverlässig wiedergeben. Das betrifft die Übereinstimmung persönlicher Berichte, ohne das historische Ereignis selbst infrage zu stellen.
Kleine, spezifische Stichprobe; der Befund betrifft die Stabilität von Erinnerungsdetails, nicht die Wahrheit des historischen Ereignisses. Alle interaktiven Aufgaben sind anschauliche Demonstrationen, keine psychologischen Diagnosetests. Ein eigenes Ergebnis belegt oder widerlegt den Forschungsbefund nicht.
Datenstand: Redaktioneller Quellenabgleich: 21.10.2026; Bezugsjahre der Forschung im Text.
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