Archäologische Überreste bei L’Anse aux Meadows in Neufundland belegen nordische Anwesenheit in Nordamerika. Eine online 2021 und im Nature-Band von 2022 veröffentlichte Studie bestimmte das Jahr 1021 als sicheren Zeitpunkt dortiger Aktivitäten. Grundlage waren Holzstücke mit Bearbeitungsspuren von Metallwerkzeugen und eine auffällige, weltweit messbare Radiokarbon-Signatur aus dem Jahr 993. Durch das Zählen der folgenden Jahresringe gelang eine ungewöhnlich präzise Datierung.
Damit liegt ein sicherer Nachweis europäischer Anwesenheit 471 Jahre vor Kolumbus’ Atlantiküberquerung 1492 vor. Selbstverständlich lebten indigene Gesellschaften schon lange vorher in Amerika; „Entdeckung“ wäre hier eine irreführende Bezeichnung.

Das Jahr 1021 belegt eine Tätigkeit, nicht zwingend den Erstkontakt oder die Gesamtdauer des Aufenthalts. Das Jahrringschema illustriert die Methode und zeigt kein originales Holzstück.
Datenstand: Redaktioneller Quellenabgleich: 20.10.2026
So wurde gerechnet
1492 − 1021 = 471 Jahre. Zwischen der Radiokarbon-Signatur 993 und dem datierten Fälljahr 1021 liegen 28 Jahresschritte. Der Befund datiert eine Tätigkeit, nicht den ersten Kontakt.
Das ergänzende Experiment oder Schaubild ist mit JavaScript verfügbar.
Quellen zu diesem Beitrag
Abgeglichen am 20.10.2026. Quellen öffnen die Originalwebsite in einem neuen Tab.Bildnachweis
Rekonstruktion nordischer Gebäude in L’Anse aux Meadows in Neufundland. Dylan Kereluk · CC BY 2.0 · Webfassung unter derselben Lizenz, ggf. Ausschnitt.
