Der World Inequality Report 2022 schätzte, dass die reichsten zehn Prozent rund 76 Prozent des weltweiten Privatvermögens hielten. Die vermögensärmere Hälfte besaß demnach etwa zwei Prozent. Das ist eine andere Verteilung als bei Einkommen: Ein Jahreseinkommen beschreibt einen Strom von Geld, Vermögen dagegen den Wert bestehender Besitztümer abzüglich Schulden.
Deshalb können Menschen mit vergleichbarem Einkommen sehr unterschiedliche Vermögenspositionen haben, etwa durch Immobilienbesitz, Erbschaften oder Verbindlichkeiten. Die Zahlen sind globale Modellschätzungen mit Unsicherheiten, nicht ein Kassenzettel, den man auf den Euro nachprüfen könnte. Für eine interaktive Grafik eignet sich der direkte Umschalter „Einkommen“ und „Vermögen“ – mit deutlich beschrifteten Bezugsgrößen, damit niemand die beiden Kennzahlen verwechselt.
Der Bericht untersucht die erwachsene Weltbevölkerung. Die Grafik bezieht sich deshalb auf Erwachsene; Kinder sind keine eigenen Einheiten dieser Verteilung. Die verwendete Einkommensdefinition und die kaufkraftbereinigte internationale Vergleichsmethode müssen beim Lesen berücksichtigt werden.
Datenstand um 2021; unterschiedliche statistische Grundbegriffe zwischen Einkommens- und Vermögensverteilung. Quellenstand nicht verschleiern. Grundgesamtheit ist die erwachsene Weltbevölkerung, nicht alle Menschen einschließlich Kindern. Einkommen und Vermögen werden in der Studie in der Regel innerhalb verheirateter Paare gleich geteilt; Einkommensvergleiche beruhen auf Kaufkraftparitäten. Bei den hier genannten Vermögensanteilen handelt es sich um Nettoprivatvermögen. Die Referenz-Einkommensgröße liegt vor Einkommen- und Vermögensteuern, nach Anwendung der Renten- und Alterssicherungssysteme. Die hier genannten Vermögensanteile verwenden Kaufkraftparitäten; zu Marktwechselkursen fallen die Anteile anders aus.
Datenstand: 2021 · statistische Schätzung bzw. quellenspezifische Abgrenzung; kein Live-Wert.
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