Der verbreitete Irrtum: Wenn die Sonne nicht sichtbar ist, kann man keinen Sonnenbrand bekommen.
Ob sich die Luft heiß anfühlt und ob UV-Strahlung die Haut erreicht, sind zwei verschiedene Dinge. Wolken können einen Teil der Sonnenstrahlung abschwächen. Bei dünner oder aufgelockerter Bewölkung gelangt jedoch weiterhin genügend UV-Strahlung zum Boden, um die Haut zu schädigen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation können bestimmte Wolkenbedingungen die UV-Belastung sogar erhöhen, weil Strahlung gestreut oder reflektiert wird.
Deshalb genügt der Blick auf das Wetterbild nicht, um das Sonnenbrandrisiko einzuschätzen. Wichtiger ist der örtliche UV-Index, der von Sonnenhöhe, Jahreszeit, Höhe über dem Meeresspiegel, Ozonschicht, Wolken und Reflexion beeinflusst wird. Die Pointe eignet sich als Schätzfrage: Nicht jeder kühle Tag ist automatisch ein Tag mit geringer UV-Belastung.
Es gibt keine feste Durchlass-Prozentzahl für alle Wolken. Die UV-Belastung hängt stark von Wolkenart und Wetterlage ab.
Datenstand: Redaktioneller Abgleich: 21.10.2026; Studienjahre und Datenbezüge im Text.
