Der verbreitete Irrtum: Liegt Essen kürzer als fünf Sekunden auf dem Boden, bleibt es hygienisch unbedenklich.
Ein Keks fällt auf den Boden, jemand hebt ihn sofort auf und beruft sich auf die Fünf-Sekunden-Regel. Eine Untersuchung der Rutgers University zeigt, warum die Faustregel nicht zuverlässig ist. Forschende testeten verschiedene Lebensmittel und Oberflächen bei unterschiedlichen Kontaktzeiten. Bakterien konnten in manchen Kombinationen bereits in weniger als einer Sekunde übertragen werden.
Wie viele Mikroorganismen tatsächlich übertragen werden, hängt unter anderem von Feuchtigkeit, Untergrund und Dauer des Kontakts ab. Ein Stück Wassermelone verhält sich anders als ein trockener Cracker. Die Untersuchung beweist nicht, dass jeder heruntergefallene Bissen krank macht. Sie zeigt aber, dass es keinen festen Zeitpunkt gibt, vor dem die Aufnahme von Keimen ausgeschlossen wäre.
Die Untersuchung beschreibt Bakterientransfer, nicht die Erkrankungswahrscheinlichkeit eines einzelnen Bissens. Eine reale Hygieneprobe mit absichtlichem Verzehr heruntergefallener Lebensmittel gehört nicht zu dieser Demonstration.
Datenstand: Redaktioneller Abgleich: 21.10.2026; Studienjahre und Datenbezüge im Text.
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