Der verbreitete Irrtum: Wasser ist von sich aus ein besonders guter elektrischer Leiter.
Wasser aus dem Wasserhahn enthält gelöste Mineralsalze und weitere Stoffe. Ein Teil davon liegt als elektrisch geladene Teilchen, sogenannte Ionen, vor. Diese Ionen können Ladung transportieren. In sehr reinem Wasser sind davon vergleichsweise wenige vorhanden, weshalb es elektrische Ströme viel schlechter leitet. Der US Geological Survey weist darauf hin, dass in natürlichem Wasser fast immer gelöste Stoffe vorkommen.
Die Unterscheidung hilft, einen verbreiteten Satz richtig einzuordnen: Nicht das Wassermolekül allein macht Leitungs- oder Badewasser zum guten Stromleiter. In der Praxis ist Wasser trotzdem niemals ein sicherer Schutz gegenüber elektrischen Geräten. Schon geringe Verunreinigungen, gelöste Gase und Kontakt mit anderen Materialien ändern die Leitfähigkeit. Deshalb gehört kein Experiment mit Netzspannung in die Küche oder das Badezimmer.
Auch hochreines Wasser hat eine geringe Eigenleitfähigkeit; „Isolator“ ist hier nur relativ zu gewöhnlichem Wasser zu verstehen. Es werden keine Sicherheitsversuche mit Netzstrom gezeigt.
Datenstand: Redaktioneller Abgleich: 21.10.2026; Studienjahre und Datenbezüge im Text.
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