Die Sahara hat nicht immer so ausgesehen wie heute. Sedimente, Pollen und archäologische Spuren zeigen, dass Nordafrika während der Afrikanischen Feuchtzeit deutlich feuchter war. Der Zeitraum erstreckte sich in manchen Regionen grob von vor etwa 11.000 bis 5.000 Jahren; regional variieren Anfang und Ende. In Teilen der heutigen Wüste gab es Seen, Feuchtgebiete und savannenähnliche Vegetation. Veränderungen der Erdbahn und der sommerlichen Sonneneinstrahlung beeinflussten den afrikanischen Monsun. Rückkopplungen durch Pflanzen und Seen konnten diese Veränderungen verstärken. Ein flächendeckender Regenwald wäre eine Übertreibung: Die Landschaft war regional verschieden.

Kein durchgängig grüner Gesamt-Sahara-Kontinent; räumlich und zeitlich variable Feuchtphase. Die Grafik ist ein qualitatives Landschaftsschema, keine rekonstruierte Vegetationskarte und keine interpolierte Messreihe.
Datenstand: Redaktionspaket: 20.10.2026
Quellen zu diesem Beitrag
Abgeglichen am 20.10.2026. Quellen öffnen die Originalwebsite in einem neuen Tab.Bildnachweis
Ounianga-Seen im Tschad, ISS-Aufnahme vom 14. November 2009. Heutige Landschaft, keine Rekonstruktion der Feuchtzeit. NASA / ISS Expedition 21 · NASA-Nutzungsrichtlinien · Webfassung, ggf. Ausschnitt.
