Die echte Hand liegt außer Sicht, eine Gummihand gut sichtbar auf dem Tisch. Beide werden möglichst gleichzeitig an entsprechenden Stellen mit weichen Pinseln berührt. Nach einer Weile berichten manche Versuchspersonen, die Berührungen scheinbar an der Gummihand zu spüren. Die als Gummihand-Illusion bekannte Versuchsanordnung wurde 1998 von Matthew Botvinick und Jonathan Cohen beschrieben. Sie verdeutlicht, dass das Körpergefühl aus mehreren Informationsquellen aufgebaut wird: Was die Augen sehen, was die Haut fühlt und wo die eigenen Gliedmaßen vermutet werden, beeinflusst sich gegenseitig. Unsere Körperwahrnehmung ist stabil genug für den Alltag, aber sie lässt sich unter kontrollierten Bedingungen verändern. Die Stärke des Effekts ist individuell verschieden.

Die künstliche Hand wird nicht körperlich übernommen. Das berichtete Zugehörigkeitsgefühl ist subjektiv und fällt nicht bei allen Menschen gleich aus. Alle interaktiven Aufgaben sind anschauliche Demonstrationen, keine psychologischen Diagnosetests. Ein eigenes Ergebnis belegt oder widerlegt den Forschungsbefund nicht.
Datenstand: Redaktioneller Quellenabgleich: 21.10.2026; Bezugsjahre der Forschung im Text.
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Quellen zu diesem Beitrag
Abgeglichen am 21.10.2026. Quellen öffnen die Originalwebsite in einem neuen Tab.Bildnachweis
Schema der Gummihand-Illusion: echte und künstliche Hand werden mit Pinseln berührt. Laura E Downey, Phillip Fletcher, Hannah L Golden, Colin J Mahoney, Jennifer L Agustus, Jonathan M Schott, Jonathan Rohrer, Jon Beck, Simon Mead, Martin N Rossor, Sebastian James Crutch und Jason Warren · CC BY 3.0 · Webfassung unter derselben Lizenz, proportional verkleinert.
