Der französische Erfinder Édouard-Léon Scott de Martinville entwickelte einen Fonautografen, der Schallwellen als Linien auf einer berußten Oberfläche aufzeichnete. Abspielen konnte das Gerät die Spuren nicht. Am 9. April 1860 entstand eine Aufnahme des Lieds Au clair de la lune. Erst mit moderner Bild- und Signaltechnik gelang es Forschenden im Jahr 2008, diese Aufzeichnung wieder hörbar zu machen.
Edison entwickelte 1877 einen Phonographen, der Ton nicht nur aufzeichnen, sondern auch wiedergeben sollte. Der Unterschied ist entscheidend: Scott gelang eine frühe Tonaufzeichnung, aber noch kein alltagstaugliches Wiedergabesystem.
Aufzeichnungen von Klängen gab es bereits vor April 1860; dieses Datum bezieht sich auf eine berühmte rekonstruierbare Stimmenaufnahme. Die eigene Wellenlinie ist nur ein Schema, kein Original-Fonautogramm. Audio, Transkripte und fremde Rekonstruktionen werden ohne gesonderten Nutzungsnachweis nicht eingebettet.
Datenstand: Redaktioneller Quellenabgleich: 20.10.2026
