Versuche, bei einer Reihe farbiger Wörter ausschließlich die Schriftfarben zu nennen. Steht „Grün“ in grüner Schrift, geht es meist leichter. Steht „Grün“ dagegen in roter Schrift, drängt sich die Wortbedeutung in die Aufgabe. Der Stroop-Effekt gehört zu den besonders gut dokumentierten Befunden der kognitiven Psychologie. Lesen läuft bei geübten Lesern in vielen Situationen so schnell und routiniert ab, dass die Information selbst dann verarbeitet wird, wenn sie gerade stört. Der Effekt erlaubt Untersuchungen zur selektiven Aufmerksamkeit und zur Kontrolle konkurrierender Informationen. Für Welt des Staunens eignet sich das Phänomen hervorragend als kurze Demonstration: Viele Menschen können den Unterschied zwischen passenden und widersprüchlichen Reizen unmittelbar erleben.
Der gemessene Effekt hängt unter anderem von Sprache, Lesefertigkeit, Reizfolge und Versuchsanordnung ab. Alle interaktiven Aufgaben sind anschauliche Demonstrationen, keine psychologischen Diagnosetests. Ein eigenes Ergebnis belegt oder widerlegt den Forschungsbefund nicht.
Datenstand: Redaktioneller Quellenabgleich: 21.10.2026; Bezugsjahre der Forschung im Text.
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