WHO und UNICEF berichten für 2024, dass 3,4 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sicher gemanagten Sanitärdiensten hatten. Darunter sind sehr unterschiedliche Situationen: Manche Haushalte verfügen über eine grundlegende Toilette, bei der die weitere Behandlung der Abwässer nicht alle Kriterien erfüllt. Andere teilen sich Anlagen oder verfügen über stark eingeschränkte Infrastruktur.
Die Zahl ist so groß, weil die internationale Definition mehr umfasst als eine Tür mit Toilettenschild. Sanitärabfälle müssen hygienisch sicher entsorgt oder behandelt werden, damit Krankheitserreger nicht in die Umwelt und ins Trinkwasser gelangen. Wer nur Toiletten zählt, übersieht das Kanal- und Entsorgungssystem dahinter. Bei der Darstellung muss auch die Gruppe ohne jegliche Anlagen von denjenigen mit nur teilweise sicheren Diensten unterschieden werden.
Nicht behaupten, 3,4 Milliarden Menschen hätten „keine Toilette“. Die Quelle nennt 354 Millionen mit offener Defäkation als gesonderte Gruppe. Sicher gemanagt setzt eine verbesserte, nicht mit anderen Haushalten geteilte Anlage und sichere Entsorgung oder Behandlung der Ausscheidungen voraus.
Datenstand: 2024 · statistische Schätzung bzw. quellenspezifische Abgrenzung; kein Live-Wert.
