WHO und UNICEF schätzten für 2024, dass etwa 2,1 Milliarden Menschen keinen Zugang zu „safely managed drinking water“ hatten. Gemeint ist eine anspruchsvolle Definition: Die Quelle soll sich am Wohnort befinden, bei Bedarf verfügbar und frei von relevanter Verunreinigung sein.
Ein Teil der Betroffenen kann durchaus Wasser aus grundlegenden Versorgungssystemen beziehen, erfüllt aber nicht alle drei Kriterien. Deshalb wäre die Behauptung „2,1 Milliarden Menschen haben überhaupt kein Trinkwasser“ sachlich falsch. Der Unterschied zwischen irgendeiner Wasserquelle und verlässlich verfügbarem, sicherem Trinkwasser ist gerade die eigentliche überraschende Erkenntnis. In interaktiven Darstellungen kann man die drei Merkmale nacheinander anklicken, statt alle Versorgungslagen in dieselbe Kategorie zu stecken.
„Kein sicher gemanagtes Trinkwasser“ nicht als „kein Wasser“ formulieren. Begriff im Artikel definieren.
Datenstand: 2024 · statistische Schätzung bzw. quellenspezifische Abgrenzung; kein Live-Wert.
