In 55 Prozent der 237 von der UN erfassten Länder und Gebiete lag die zusammengefasste Geburtenziffer 2024 unter ungefähr 2,1 Kindern je Frau. In diesen Staaten und Gebieten lebten zusammen mehr als zwei Drittel der Weltbevölkerung. Der sogenannte Bestandserhaltungswert beschreibt vereinfacht die durchschnittliche Kinderzahl, bei der sich Generationen langfristig ersetzen können, wenn Sterblichkeit niedrig ist und Wanderungen außen vor bleiben.
Eine Geburtenrate unter 2,1 bedeutet allerdings nicht, dass die Bevölkerungszahl sofort fällt. Die Altersstruktur spielt eine große Rolle: Wenn sehr viele junge Erwachsene leben, kann die Einwohnerzahl trotz sinkender Kinderzahl pro Frau zunächst wachsen. Auch Zuwanderung beeinflusst die Entwicklung.
Fertilitätsrate ist ein statistischer Periodenindikator, keine Prognose über die Kinderzahl jeder heute lebenden Frau. Die 2,1-Grenze ist näherungsweise, nicht universell.
Datenstand: 2024 · statistische Schätzung bzw. quellenspezifische Abgrenzung; kein Live-Wert.
