Nach einem UNESCO-Bericht fehlten 2023 weltweit rund 754 Millionen Jugendlichen und Erwachsenen grundlegende Lese- und Schreibkompetenzen. Etwa zwei Drittel der Betroffenen waren Frauen. Damit ist eine Zahl verbunden, die deutlich über dem liegt, was man bei einem Blick auf Smartphones, Straßenschilder und digitale Medien vermuten könnte.
Alphabetisierung ist keine einfache Ja-Nein-Eigenschaft. Lesen, kurze Mitteilungen verstehen, Formulare ausfüllen und komplexe Texte beurteilen erfordern unterschiedliche Fähigkeiten. Die internationale Statistik arbeitet mit definierten Mindeststandards und modellierten Daten. Wer über Bildungschancen berichtet, sollte deshalb nicht aus einer Zahl auf die Fähigkeiten einer einzelnen Person schließen. Besonders wichtig ist außerdem die Unterscheidung zwischen fehlendem Zugang zu Schulbildung und fehlender Grundkompetenz bei Erwachsenen.
UNESCO-Bericht bezog die Zahl auf „Jugendliche und Erwachsene“ (nicht nur Erwachsene) für Datenjahr 2023; Definition auf der Website ausweisen. Die UNESCO-Kategorie umfasst Personen ab 15 Jahren. Es handelt sich um einen historischen Datenstand, nicht um eine aktuelle Zählung für 2026.
Datenstand: 2023 · statistische Schätzung bzw. quellenspezifische Abgrenzung; kein Live-Wert.
