UNESCO schätzt, dass rund 40 Prozent der Weltbevölkerung keinen Zugang zu Bildung in einer Sprache haben, die sie fließend sprechen und verstehen. Das bedeutet nicht, dass jeder einzelne Mensch gerade die Schule besucht. Die Kennzahl beschreibt ein strukturelles Problem des Bildungssystems und der Unterrichtssprachen.
Für ein Kind ist die Situation leicht vorstellbar: Es soll Mathematik oder Naturkunde lernen und muss zugleich dem Unterricht in einer Sprache folgen, die zu Hause kaum verwendet wird. Der mögliche Nachteil betrifft also nicht nur Sprachunterricht, sondern auch das Verständnis anderer Fächer. Mehrsprachige Bildung kann helfen, Fachwissen zu vermitteln und Sprachkenntnisse schrittweise aufzubauen. Wie sinnvoll die Modelle sind, hängt von lokalen Sprachgemeinschaften und Lehrkräften ab.
Nicht vereinfachen zu „40 % der Kinder verstehen ihre Lehrer nicht“; UNESCO-Zahl beschreibt Zugang zu Bildungssprache, nicht individuelle Sprachkompetenz.
Datenstand: 2025 · statistische Schätzung bzw. quellenspezifische Abgrenzung; kein Live-Wert.
