Serie: Unser erstaunlicher Körper
Ein Skelett muss Lasten tragen, Muskeln Ansatz geben und empfindliche Organe schützen. Dafür verbindet Knochengewebe unterschiedliche Materialien: Kollagen bildet ein Gerüst, in das Mineral eingelagert ist. Das Mineral trägt zur Härte bei, das Kollagen zur Widerstandsfähigkeit gegenüber Verformung.
Dieses Gewebe bleibt lebenslang veränderlich. Osteoklasten bauen vorhandenes Knochengewebe ab. Anschließend bilden Osteoblasten neues Gewebe, das mineralisiert. Eingebettete Knochenzellen, die Osteozyten, helfen dabei, den Umbau zu steuern und auf Belastungen abzustimmen.
Der Umbau verläuft weder überall gleich schnell noch in jedem Alter gleich. Während des Wachstums kommt mehr Knochen hinzu, als abgebaut wird. Bei jungen gesunden Erwachsenen halten sich die Mengen ungefähr die Waage. Im höheren Alter oder bei Erkrankungen kann mehr verloren gehen, als neu entsteht. Eine pauschale Frist, nach der das gesamte Skelett vollständig ausgetauscht wäre, verdeckt diese Unterschiede.
| Zelltyp | Aufgabe |
|---|---|
| Osteoklasten | Bauen vorhandenes Knochengewebe ab |
| Osteoblasten | Bilden neues Knochengewebe |
| Osteozyten | Wirken an der Steuerung des Umbaus mit |
Knochenumbau ist ein fortlaufender örtlicher Prozess. Erneuerungsraten unterscheiden sich nach Knochengewebe, Alter und Gesundheitszustand.
Datenstand: Quellenabgleich 25.10.2026; Schätzwerte mit den im Beitrag genannten Bezugsbedingungen.
