Serie: Unser erstaunlicher Körper
Der Stoffwechsel erzeugt fortwährend Wärme. Zugleich gibt der Körper Wärme an seine Umgebung ab. Damit seine Kerntemperatur in einem geeigneten Bereich bleibt, werden Wärmeerzeugung und Wärmeabgabe laufend aufeinander abgestimmt. Eine wichtige Rolle spielt dabei der Hypothalamus im Gehirn.
Bei Wärme kann die Haut stärker durchblutet werden. Schweiß, der auf der Haut verdunstet, führt Wärme ab. In kalter Umgebung kann eine geringere Hautdurchblutung den Wärmeverlust begrenzen. Zittern erhöht durch Muskelaktivität die Wärmeerzeugung.
Die bekannte Angabe von 37 Grad Celsius ist ein Orientierungswert. Körpertemperatur verändert sich unter anderem mit Tageszeit und körperlicher Aktivität; auch der Messort beeinflusst die angezeigte Temperatur. Die Regelung hält daher keinen überall und jederzeit identischen Wert. Und sie hat Grenzen: Starke Hitze oder Kälte können die Möglichkeiten zum Ausgleich überfordern.
Körperkerntemperatur und Hauttemperatur sind verschieden. 37 °C ist kein starrer Sollwert für jede Person, Messstelle und Tageszeit.
Datenstand: Quellenabgleich 25.10.2026; Schätzwerte mit den im Beitrag genannten Bezugsbedingungen.
