In der römischen Stadt Pompeji gehörten sogenannte Thermopolien zum Straßenbild. In ihre gemauerten Verkaufstresen waren große Vorratsgefäße eingelassen, aus denen Speisen und Getränke ausgegeben werden konnten. Ein besonders gut erhaltener Tresen aus der Regio V wurde 2020 weiter ausgegraben und später zugänglich gemacht. Seine Bemalung zeigt unter anderem Tiere, die möglicherweise auf angebotene Speisen verwiesen.
Die Ausgrabungsverwaltung nennt für Pompeji allein mindestens 80 solcher Lokale. Das ist kein Beweis für ein römisches Fast-Food-System im heutigen wirtschaftlichen Sinn, aber sehr wohl für ein verbreitetes Angebot vorbereiteter Mahlzeiten außerhalb der eigenen Wohnung.

„Mindestens 80“ bezeichnet identifizierte Beispiele in Pompeji, keine genaue Zahl gleichzeitig betriebener Läden. Die eigene Tresengrafik ist ein allgemeines Funktionsschema, keine maßstabsgerechte Rekonstruktion des Regio-V-Fundes.
Datenstand: Redaktioneller Quellenabgleich: 20.10.2026
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Thermopolium in Pompeji: eine antike Verkaufstheke. Carole Raddato · CC BY-SA 2.0 · Webfassung unter derselben Lizenz, ggf. Ausschnitt.
